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Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Abgerundetes Ensemble

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus gehört zu den weltweit führenden Museen. Ausgestellt werden Werke der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“, Kunst nach 1945 und Werke von Joseph Beuys. Der Gebäudekomplex, bestehend aus dem denkmalgeschützten Altbau der Villa Lenbach und den Erweiterungsbauten, war nur eingeschränkt nutzbar, da bauliche und technische Mängel festgestellt wurden.

Das renommierte Architekturbüro Foster und Partner plante die Generalsanierung. Zunächst erfolgten im Rahmen der Vorplanung eine bauhistorische und funktionale Analyse sowie die Aufstellung eines neuen Raumprogramms nach Anforderungen des Nutzers. Das architektonische Konzept zielte darauf hin, den Kern des historischen Ensembles im Erscheinungsbild unverändert zu lassen, jedoch die Lenbachvilla optisch freizustellen. Daher wurden im Zuge der Generalinstandsetzung komplette Gebäudeteile abgerissen und durch Neubauten ersetzt, u.a. durch einen Kubus mit markanter goldener Fassade. Eine zusätzliche Erweiterung der Nutzflächen konnte durch die Aufstockung des zweiten Obergeschosses (Querriegel) sowie die Veränderung der Raumfunktionen und -bezüge realisiert werden. Darüber hinaus wurden sämtliche haustechnische Anlagen erneuert. Für die Ausstellungsflächen setzt die Lenbachgalerie auf eine neuartige und innovative LED-Beleuchtung. Die zusätzlichen Mittel konnten u. a. durch den Gewinn eines Bundesfördermittelwettbewerbs sichergestellt werden. Im Zuge der Planung wurde auf Basis von terminlichen und kostenmäßigen Variantenuntersuchungen entschieden, die Generalinstandsetzung in einem Bauabschnitt durchzuführen und den Interimsbetrieb des Museums im nahegelegenen Kunstbau aufrecht zu erhalten.

Die Diederichs-Leistungen waren die Kosten- und Terminsteuerung sowie die Gesamtkoordination des Projekts. Zusätzlich wurde Diederichs mit dem Umzugsmanagement der Kunst und der Verwaltung in Interimsräume beauftragt. Das genehmigte Gesamtbudget wurde eingehalten. Neubau und Generalsanierung konnten darüber hinaus termintreu Ende September 2012 an den Nutzer und Eigentümer übergeben werden. Für Besucher öffnete das Museum erstmalig wieder am 8. Mai 2013.

Bildnachweis: © Diederichs, © Jan Müller
  • Bauherr
Landeshauptstadt München, vertreten durch das Baureferat Hochbau 1
  • Architekt
Foster und Partners, Berlin
  • Nutzung
Lager- und Depotflächen, Museum, Verwaltung, Werkstätten
  • BGF
ca. 12.000 m2
  • BRI
ca. 50.300 m3
  • Kosten
ca. 62 Mio. € brutto
  • Termine
2003 bis 2014
  • Auf einen Blick
Projektsteuerung

Leistungen: